Fred Rai

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27. November 1941 - 24. April 2015

 
Als Jüngster von fünf Buben erblickte Fred Rai am 27. November 1941 im Zeichen des Schützen in Ellwangen das Licht der Welt. Bekannt wurde er als Westernsänger, ebenso wie als ausgewiesener Pferdekenner und Experte für Psyche und Verhaltensweise dieser Tiere. Dass seine Methode, wie der Mensch zum Leittier seines Pferdes wird, mehrfach wissenschaftlich bestätigt worden ist, war für ihn „Krönung seines Lebenswerks“.

Dank seiner gründlichen psychologischen Ausbildung entdeckte er das reiche Gefühlsleben der Pferde. Er war der Erste, der vor mehr als 20 Jahren in seinem Buch „Ohne Peitsche, ohne Sporen“ darüber berichtete, dass Pferde keinen Schmerzschrei haben.

Fred Rai gründete den Europäischen Pferdeschutzbund und die Bundesvereinigung für RAI-Reiten, zu der zahlreiche Ausbildungsstätten in ganz Deutschland und im Ausland zählen. Hier werden der von ihm entwickelte, schmerzfreie und gebisslose Reitstil gelehrt und sein Vermächtnis weiter geführt.
 
Neben den Tieren gehörte seine Liebe der Musik. Fred Rai war Tambourmajor und als Chorkind aktiv. Eine fundierte Klavier-, Gitarren- und Gesangsausbildung bildete die Grundlage für sein künstlerisches Schaffen. Er unterhielt sein Publikum als Westernsänger auf seinem berühmt gewordenen Pferd „Spitzbub“ in weit mehr als 7.000 Auftritten und in über 150 Fernsehshows. Viele seiner Lieder auf seinen Tonträgern komponierte er selbst.  Mit der Gründung seines Erlebnisparks Western-City 1980 erfüllte sich Fred Rai einen Kindheitstraum. Seit nunmehr über einem Jahrzehnt prägen die Süddeutschen Karl May-Festspiele die Western-City.
 
In Amerika erwarb er sich in der authentischen Westernstadt Tombstone, Arizona seine Lucky Hills Ranch, zu der es ihn in den Wintermonaten zog. Für sein Wirken hat Fred Rai viele Anerkennungen erhalten, wie zum Beispiel die Verdienstmedaille in Silber vom Landkreis Aichach-Friedberg, die Ehrenurkunde des Deutschen Tierschutzbundes und die Ehrenbürgermeister Anerkennung der Stadt Tombstone, Arizona. Fred Rai hat es geschafft, seine Wertevorstellung zu leben und sich als herausragende Persönlichkeit Anerkennung zu schaffen. Er verstand es in seiner unnachahmlichen Art, ein Freund zu sein für Natur, Tier und Mensch...
 
In seinem Buch „Wiedersehen im Paradies“ beschäftigte er sich ausgiebig mit der Vergänglichkeit des Lebens. Dabei betonte er stets, dass sein Buch weder Beweis für ein Leben nach dem Tode sein soll, noch sein kann, aber dass aus „wissenschaftlicher, logischer und aus Sicht der Religionen“ vieles dafür spricht, dass sich liebgewonnene Menschen und Tiere am anderen Ende der Regenbogenbrücke eines Tages wieder sehen.